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Verlagsdrama und Justizthriller – das neue Buch von Juli Zeh

Ganz frisch da und sehr zu empfehlen: „Pony Show“ von Juli Zeh. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Mark Steiner, Rechtsanwalt in Hamburg. Er verteidigt die etwa 50 Jahre alte, prominente Verlagsleiterin, Betty Hell, die an der österreichisch-ungarischen Grenze mit einer Handfeuerwaffe und einer größeren Summe Falschgeld festgenommen wurde. Gleichzeitig ist Fero Lebed, ein junger Mitarbeiter des Verlags verschwunden. Mit ihm verband die Verlegerin ein spezielles, auf jeden Fall offenbar recht enges Verhältnis. Die Justiz geht von Mord aus. Mark will seine Sache gut machen und bemüht sich um ein professionell distanziertes Verhältnis zur Angeklagten. Sie übt allerdings eine spröde Faszination auf ihn aus.
Das Buch ist eine Mischung aus Beziehungsdrama im Verlagsmilieu und Justizthriller, sehr spannend und zeitkritisch. Eine prominente Frau muss sich vor Gericht verantworten, ist Gegenstand wilder Spekulationen und wird vor der Öffentlichkeit bloßgestellt. Wird man herausfinden, was sich tatsächlich abgespielt hat? Übrigens: Die Autorin hat sich mutmaßlich als Nebenfigur in den Roman hineingeschrieben. An alle, die das Buch bereits gelesen haben: Wer ist wohl Juli Zeh in dem Buch?

Juli Zeh: „Pony Show“
Luchterhand Verlag, 512 Seiten, 25,-
Das Buch ist im Laden und im Webshop verfügbar.
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