Passend zum aktuellen Wetter: heißer Tee und eine ganz besondere Lektüre – In „Das Taiwan-Tagebuch“ führt uns die Autorin Yang Shuang-Zi in das Taiwan von 1938 und verbindet eine faszinierende Reisegeschichte mit Fragen nach Identität, Kultur und Zugehörigkeit. Im Mittelpunkt steht Chizuko, eine japanische Journalistin, die auf offizieller Mission das damals kolonialisierte Taiwan bereist. Dabei wird sie von der einheimischen Dolmetscherin Chizuro begleitet. Gemeinsam kosten sie einheimische Spezialitäten, von Jutesuppe bis Sashimi.
Reizvoll ist die Atmosphäre des Romans: die fremden Landschaften, die kulturellen Begegnungen und die feinen Zwischentöne zwischen den Zeilen. Es ist ein Buch, das einlädt, genauer hinzusehen, neue Perspektiven einzunehmen und sich auf eine Kultur einzulassen, die für viele von uns so fremd wie faszinierend ist.
Warum wir das Buch empfehlen: Weil Literatur uns nicht nur an andere Orte bringt, sondern auch unseren Blick auf Geschichte, Menschen und Kulturen verändern kann. „Das Taiwan-Tagebuch“ ist eine Einladung, die asiatische Insel, die heute so starkem chinesischen Druck ausgesetzt ist, literarisch zu entdecken.
Das Buch passt für alle, die historische Romane lieben, gerne über den eigenen Horizont hinausblicken und Geschichten mögen, die auch nach der letzten Seite weiterleben.
Ein Buch wie eine heiße Ramensuppe, eine besondere Verbindung von Kulinarik und Kultur, von schwieriger Zeitgeschichte mit einer zarten, zwischenmenschlichen Beziehung.
Das Buch hat den International Booker Prize und einige andere renommierte Auszeichnungen abgeräumt. Es ist im Laden wie auch im Webshop verfügbar.
Yang Shuang-Zi: Das Taiwan Tagebuch,
übersetzt von Karin Betz
DuMont, 350 Seiten, 26,-
Ansehen im Onlineshop

