In der Hamburger Elbphilharmonie wurde das Sachbuch des Jahres 2026 gekürt. Die Auszeichnung erhielt:
„Dreihundert Männer – Aufstieg und Fall der Deutschland AG“ von Konstantin Richter
Suhrkamp Verlag, 543 Seiten, 30,-
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In der Jurybegründung heißt es:
„Die Deutschland-AG bestimmt bis heute unser Selbstverständnis als erfolgreiche Wirtschaftsnation. Wie wenig die damit verbundenen Vorstellungen und Konzepte noch auf die Gegenwart passen, zeigt Konstantin Richter in seiner Geschichte der deutschen Wirtschaft seit der frühen Industrialisierung. In kunstvoller Montage stellt er dar, wie das Netzwerk der „300 Männer“ auf persönlicher, wirtschaftlicher und politischer Ebene Deutschland geprägt hat. Deutlich wird: Das hatte seinen Preis. Nostalgie hilft nicht weiter. Konstantin Richter macht sichtbar, was sich hinter dem abstrakten Bild der „deutschen Wirtschaft“ verbirgt – und liefert so eine Grundlage, die richtigen Schlüsse für die Zukunft zu ziehen.“
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Sehr lesenswert sind auch die anderen nominierten Titel:
👉 Heike Behrend: Gespräche mit einem Toten. Gustaf Nagel, Prophet vom Arendsee (Matthes & Seitz Berlin)
👉 Florence Gaub: Szenario. Die Zukunft steht auf dem Spiel (dtv)
👉 Tilmann Lahme: Thomas Mann. Ein Leben (dtv)
👉 Irina Scherbakowa: Der Schlüssel würde noch passen. Moskauer Erinnerungen (Droemer)
👉 Bettina Schöne-Seifert: Leben, Körper, Tod. Zwölf aktuelle Kontroversen der Medizinethik (Wallstein)
👉 Roberto Simanowski: Sprachmaschinen. Eine Philosophie der künstlichen Intelligenz (C.H.Beck)
👉 Ronen Steinke: Meinungsfreiheit. Wie Polizei und Justiz unser Grundrecht einschränken – und wie wir es verteidigen (Berlin Verlag)

