Ein illustres Figuren-Ensemble versammelt der Roman „Die Liebeshungrigen“ von Karine Tuil in Paris: Dan Lehman, bis vor kurzem Französischer Präsident, kann seinen Bedeutungsverlust nur schwer verkraften und driftet zunehmend in eine Alkoholsucht ab. Seine Ehe mit der deutschen Schauspielerin Hilde Müller liegt in Trümmern. Hilde hat eine schwierige Affäre mit einem narzisstischen Regisseur. In dessen jüngstem Film, der auf einem Roman aus der Feder von Lehmans erster Frau Marianne Bassani basiert, spielt ausgerechnet sie die Hauptrolle. Zwei entzückende Töchter und eine junge Schauspielerin kommen hinzu und alle zusammen treffen beim Filmfestival in Cannes aufeinander.
Herrlich zu lesen, wie die Lage nach und nach eskaliert und am Ende …
Es geht um Klassenschranken, persönliche Dramen, „Me-too“ und die Verquickungen zwischen Politik und einem gnadenlosen Kulturbetrieb.
Eine goldene Palme für dieses stimmungsreich und dynamisch erzählte Buch!
Karine Tuil: „Die Liebeshungrigen“
Übersetzt von Maja Ueberle-Pfaff und Alexandra Baisch
dtv Verlag, 400 Seiten, 25,-
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